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RaBauKi feierte 100. Wochenendöffnungszeit

RaBauKi - Hundertste ÖffnungszeitAbenteuerspielplatz seit vier Jahren ganzjährig

Vor vier Jahren wurde durch eine Förderung des Landesjugendamts  der erste Schritt eines lang angestrebten Ziels möglich:
RaBauKi konnte über das bekannte Sommerprojekt hinaus rund ums Jahr Angebote anbieten. Am Wochenende der 100. Wochenendöffnungszeit schaute der Verein RaBauKi mit seinem Team und den Kindern und Jugendlichen zurück auf 100 Wochenendöffnungszeiten.

 

Etwa alle zwei Wochen öffnet seit Herbst 2014 der „kleine“ RaBauKi-Abenteuerspielplatz für bis zu 40 Kinder – jeweils samstags und sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr. Daneben gibt es weiter das große Sommerprojekt mit bis zu 150 Kindern über drei Wochen der Sommerferien. Beide Angebote haben ihren Platz auf dem Erfahrungsfeld SCHÖNUNDGUT, welches von der Siegener Stiftung Demokratie im Alltag auf dem Fischbacherberg betrieben wird.

 

100 Wochenendöffnungszeiten bedeuten Abenteuerspielplatz rund ums Jahr, bei Wind und Wetter, Schnee und Hagel. Mal kommen weniger, etwa 15 Kinder, an einem Tag, mal brummt es auf dem Abenteuerspielplatz. Dann ist es notwendig, dass ehrenamtliche Helfer*innen hinzukommen. „Wir arbeiten weiterhin weitgehend ehrenamtlich.

Die gesamte Konzeption und Vorbereitung der Öffnungszeiten, die Beschaffenheit des Platzes: Das alles leistet das ehrenamtlich tätige Team“, erklärt Markus Schlüter, staatl. anerkannter Erzieher, angehender Grundschullehrer und Mitglied dieses Teams. Hinzu kommen die, nach drei Jahren Förderung durch das Landesjugendamt mittlerweile durch Stadt Siegen und Sparkasse Siegen geförderten Honorarkräfte. In dieser Kombination von bezahlten pädagogischen Kräften und ehrenamtlichen Ergänzungen ist eine Arbeit auf dem Platz auf hohem Niveau offener Kinder- und Jugendarbeit möglich. Um dieses pädagogischen Angebot weiter auf dem Fischbacherberg betreiben zu können ist die Absicherung der Finanzierung für die Zukunft eins der wichtigsten Anliegen des Vereins.

 

Inhaltlich musste man sich auf Neues einlassen: „Wir mussten erst einmal lernen, was die Kinder auf dem ganzjährigen Platz machen wollen, besonders wenn Schnee liegt“, ergänzt Judith Eger, Sozialpädagogin, beruflich im Waldkindergarten tätig. Grundsätzlich wird weniger gebaut, es geht mehr um Beziehungen und um Nutzung der vielfältigen Angebote des Platzes. Das Bauen ist aber weiterhin bedeutsam. Davon zeugt ein Besuch auf dem Erfahrungsfeld, welches Spaziergänger*innen immer offen steht.

 

An diesem Wochenende wurde nun das Jubiläum gefeiert. Bereits am Freitag traf sich das Team zur Feier der geleisteten Arbeit am Lagerfeuer des Platzes. Dies ist gleichzeitig der beste Schutz gegen Vandalismus. Der Abenteuerspielplatz ist immer wieder von kleinen oder größeren Angriffen auf seine Infrastruktur betroffen. Soziale Präsenz hilft hier. Dies stand aber sicherlich im Hintergrund. Vielmehr wurde über das Geleistete geredet, über die Entwicklungen, die der Platz in den letzten Jahren dank zahlreicher Spenden und dem Engagement des Teams machte und über schöne Szenen der pädagogischen Arbeit.

 

Am Wochenende gab es dann die 100ste Wochenendöffnungszeit mit besonderen Angeboten wie Weben mit Naturmaterialien im selbstgebauten Webstuhl, schmieden oder Musik am Lagerfeuer. Am Sonntag gab es dann mit Kuchen und Heißgetränken ein kleines Fest zur 100sten!
Einige Eltern nahmen die 100. Öffnungszeit zum Anlass für Spenden im Programm „1000x100“. Mit diesem Programm versucht der Verein notwendige Reparatur- und Anschaffungskosten bei der Infrastruktur zu decken. „Wir haben im Rahmen dieses Programms viele Spenden erhalten, aber bei Weitem nicht genug, die anstehenden Kosten zu decken“, berichtet Frank Moschner, erfahrener Sozialpädagoge und im Vorstand des Vereins tätig. Sorgen bereiten die Bauwagen: Sie sind auf dem Gelände ganzjährig der Witterung ausgesetzt und verlieren so schnell an Substanz, dass die ehrenamtliche Instandhaltung zur besonderen Herausforderung wird. Der Traum ist derzeit die Anschaffung eines großen Waldkindergartenwagens.

 

Die pädagogische Arbeit wurde derweil in einem Buch festgehalten. Mit Unterstützung des Fachverbands Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze konnte das Buch „Lasst die Kinder frei!“ herausgegeben werden. Das 136-seitige Buch mit großformatigen Bildern vom Platz sowie pädagogischen Kommentierungen kann für gerade einmal 8,00 Euro im Buchhandel und im Internet bezogen werden.



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