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RaBauKi und Inklusion

RaBauKi - Invema - Hingucker - InklusionRaBauKi erhält ersten Hin-Gucker-Preis.

 

Der RaBauKi-Bauspielplatz des Vereins RaBauKi steht allen Kindern ab sechs Jahren offen. So heißt es in den Papieren, mit denen sich der Verein vorstellt. Und es ist tatsächlich so, denn der Verein orientiert sich in seiner Arbeit an den Prinzipien Offener Kinder- und Jugendarbeit.


Das Zentrale dieser Prinzipien i­st „Offenheit“ und bedeutet, dass alle Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Nationalität, ihrem Geschlecht (...) und auch unabhängig von der Frage, ob es sich um Kinder mit oder ohne Behinderungen handelt, willkommen auf dem Bauspielplatz sind.


Diese Prinzipien sind nicht neu. Lange bevor die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verabschiedet worden ist, waren sie leitend für die Arbeit auf Abenteuerspielplätzen, die sich bundesweit entwickelten. Sicher stand dabei nicht immer die integrative Arbeit im Vordergrund, auch beim RaBauKi e. V. zunächst nicht. Doch es gab – wegen dieses Prinzips – nie Vorbehalte. So wurden Anfragen von Eltern, „ob ihr Kind mit Handicap denn auch teilnehmen könne“, positiv beantwortet, ganz gleich, ob das Kind Beeinträchtigungen des Hörens, starke Hyperaktivität, Down Syndrom, Körperbehinderungen oder das Asperger Syndrom hatte.

 

Aufgrund verstärkter Reflexionsarbeit zum Thema Inklusion in den letzten Jahren ist der RaBauKi e. V. dazu übergegangen, an Förderschulen genauso für sein Sommerprojekt zu werben wie in allgemeinbildenden Schulen.


So nahmen in jedem Jahr – anteilsmäßig in noch kleiner Zahl, aber doch kontinuierlich –Kinder mit Behinderungen am Bauspielplatz teil. In einigen Fällen wurden mit Eltern besondere Vereinbarungen getroffen, teilweise wurden das Team oder einzelne Teammitglieder für besondere Situationen vorbereitet. In allen bisherigen Fällen wurde die Teilnahme eines Kindes mit Behinderungen zu einer positiven Erfahrung für Kinder und Erwachsene. Immer konnten sie als ein Kind unter vielen anderen die Bauspielplatzzeit genießen.

 

Das erstaunliche (so die bisherigen Erfahrungen der RaBauKen): Die Kinder kamen dabei ohne Integrationshelfer, ohne besonderen Betreuungsaufwand seitens des Teams, ohne medikamentöse Behandlungen wie Ritalin und auch ohne einen besonderen Status, den sie als „behinderter“ Mensch oftmals haben, aus. Um einige diese Kinder entstanden besondere Situationen. Deshalb musste man mit ihnen oder anderen Kindern nach Lösungen suchen. Doch dies ist, so zeigen die Reflektionen zu „Besonderen Kindern“ – ein stetiger Tagesordnungspunkt in den täglichen Abendssitzungen des RaBauKi-Teams – nicht anders als bei Kindern ohne Behinderung.

 

Hier der Link zum Presseartikel: KLICK



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