AKTUELLES

Erneut Vandalismus bei RaBauKi

In der Nacht auf das Pfingstwochenende wurde der RaBauKi e. V. wieder Opfer von Vandalismus. Betroffen ist dieses Mal der Sanitär-Bauwagen des Vereins. Beide Eingangstüren wurden mit roher Gewalt eingetreten, um sich Zugang zu verschaffen, jedoch ganz offensichtlich nicht aus einem dringenden menschlichen Bedürfnis heraus: Vier von sechs Fenster wurden mit Steinen eingeworfen. Am Samstag wurde nach der Entdeckung des Schadens zunächst die Polizei verständigt und danach begonnen, mit viel ehrenamtlichem Aufwand die Schäden zu beseitigen und Zerstörtes zu reparieren. Ein schnelles Handeln war aufgrund der unsicheren Wetterlage erforderlich.

 

„Unser Sanitärbauwagen wird nicht nur von uns, sondern von vielen Akteuren auf dem Erfahrungsfeld SCHÖN&GUT genutzt, daher trifft der Schaden nicht nur RaBauKi“, erklärt Frank Moschner vom Verein. Und Eva Schmidtmann ergänzt: „Erst 2016 wurde unser Bauwagen durch großzügige Unterstützung der Fachinnung Sanitär-Heizung-Klima Siegen-Wittgenstein mit neuen Sanitäranlagen ausgestattet. Die Türen haben wir erst 2017 erneuert.“ Nicht nur auf dem Fischbacherberg, auch andernorts waren ehrenamtliche Einrichtungen zuletzt von Zerstörung betroffen. „Wir erleben sehr viele Menschen, die offene Räume sinnvoll nutzen und positiv beleben. Die allerwenigsten sind nur auf Zerstörung aus.“ Der Verein erhofft sich eine vermehrte Sensibilisierung der Besucherinnen und Besucher des Erfahrungsfeldes durch die Bekanntmachung der Vorgänge. 

 

Nichts desto trotz lässt das Team des RaBauKi e.V. den Kopf nicht hängen und arbeitet neben den Wochenendöffnungszeiten derzeit auch intensiv an der Verwirklichung des diesjährigen Sommerprojekts weiter, das am 29.07.2019 auch endlich startet.

 

Im Vorfeld hat am 26.05. bereits die Verlosung der Plätze für die Teilnehmer*innen stattgefunden. Das Team freut sich über annähernd 300 Anmeldungen. Die Ergebnisse der Verlosung wurden auf der Vereinswebsite www.rabauki.de veröffentlicht und die Kinder und Jugendliche, die unter den ersten 150 Plätzen sind, wurden direkt per Mail oder Anruf über ihre feste Teilnahmemöglichkeit informiert.

 

Des Weiteren freut sich das Team über Holzspenden, um die erfolgreiche Realisierung des Projekts garantieren zu können. Diese können entweder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter der Telefonnummer 0178-3057415 eingereicht werden.

Stellungnahme zur Vandalismus-Diskussion in den sozialen Medien

Als betroffener Verein wollen wir etwas zu den Diskussionen in den sozialen Medien rund um den Vandalismus auf RaBauKi etwas sagen:

1) Wir freuen uns über die vielen unterstützenden Beiträge. Wir versuchen dort einen tollen Ort für Kinder zu schaffen und wir merken, dass das andere so wahrnehmen. Ja, für die ehrenamtliche Arbeit ist das nicht schön, erst recht aber nicht für die Kinder. Einige sind nun bereits mehrfach Opfer von Vandalismus geworden, das motiviert nicht unbedingt weiter zu machen.

2) Im Gegensatz zu einigen Beiträgen finden wir uns auf dem Fischbacherberg genau richtig. Das liegt zum einen am Erfahrungsfeld SCHÖNUNDGUT der Stiftung Demokratie im Alltag als Raum. Das liegt aber auch an den Menschen dort, den Kindern, die zu uns kommen und nicht zuletzt an einem tollen Leiter des Stadtteilbüros, der uns immer unterstützt.

3) Es ist beinahe lachhaft darauf zu antworten und doch tun wir es. Die Täter*innen sind nach all unserer Erfahrung nicht die, die bei „Friday for future“ Verantwortung für unseren Planeten übernehmen. Wer an der einen Stelle Verantwortung übernimmt, handelt selten an der anderen Stelle völlig verantwortungslos. Auf widerliche Spekulationen zur Herkunft der Vandalist*innen wollen wir uns nicht einlassen.

4) Auch Aussagen wie „nur noch Vollidioten, die herum laufen“ oder die Diskussion von Generationsproblemen folgen wir nicht. Wir gehen von einer kleinen Hand voll Täter*innen aus. Der steht eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen gegenüber, für die die Achtung und der Respekt vor fremdem Eigentum selbstverständlich ist. Auch heute. Die Welt wird nicht immer verwahrloster, davon zeugen Kriminalitätsstatistiken, auch zur Jugendgewalt. Solange wir die Abenteuerspielplatzszene verfolgen, gab es hier und da immer wieder Opfer solcher Großangriffe.

5) Wir wollen nicht mit Härte auf Härte reagieren. Wir streben eine gewaltfreie Welt an auch im Sprachgebrauch. Anders als viele Kommentator*innen (die übrigens alle frei ihre Meinung äußern dürfen), die die Prügelstrafe einführen wollen u. ä. stehen wir für eine offene Gesellschaft und sehen unseren Abenteuerspielplatz als Beitrag zu einer solchen. In der geht es darum miteinander Sachen auszuhandeln, miteinander zu sprechen. Sozialstunden wurden gefordert, sicher nicht falsch, weil man dann an einem solchen Ort merkt, wie viel Aufwand, Engagement und Herzblut in solchen Dingen stecken.

6) Natürlich stehen wir für eine „Erziehung“ (schon das ist allerdings ein schweres Wort, wenn man darüber nachdenkt) in der Kinder Freiheiten erfahren, in denen Kinder sich erproben und auch Grenzen austesten können. Dazu gehört auch eine respektvolle Begegnung von Menschen mit anderen Menschen und deren Sachen.

7) An vielen Stellen wurde ein Zaun und eine Videoüberwachung gefordert. Ein hoher Zaun verändert einen Charakter einer Einrichtung entscheidend. Natürlich denken wir aber darüber nach. Zum immer wieder geforderten Einsatz von Videokameras („Ich hab nichts zu verbergen, also habe ich auch nichts dagegen“) ist in den Diskussionen jeweils alles gesagt. Lasst uns die Freiheiten der Menschen nicht weiter einschränken durch Kontrollen. Kontrolle ist gut, Vertrauen aber ist besser. Das weiß jede*r, der*dem bewusst Vertrauen geschenkt wurde. Lasst uns lieber mehr aufeinander achten. Schauen wir nicht weg, gehen wir aufeinander zu und greifen wir ein.
Damit ist sicher kein Aufruf für eine Bürgerwehr gemeint, aber soziale Präsenz. Ein so schöner Ort wie das Erfahrungsfeld wird nicht dadurch schöner, dass Videokameras oder Ordnungshüter*innen dauerhaft präsent sind. Es braucht Menschen, die andere ansprechen, wenn etwas schief läuft oder die Bescheid geben anstatt wegzusehen … bei der Stiftung, bei RaBauKi, bei der Polizei.

RaBauKi spricht derzeit mit der Stiftung, die das Erfahrungsfeld betreibt, wie man das Gelände sicherer machen kann.


Aufruf zu Spendenaktionen sind freundlich und gut gemeint und ja, sie helfen auch. Wichtiger aber wäre aus unserer Sicht die gemeinsame Aufmerksamkeit gegen Unachtsamkeit und andere Regelbrüche.


Viele Grüße sendet das RaBauKi-Team

Der RaBauKi – Abenteuerspielplatz ist gefährdet durch massiven Vandalismus…

Vandalismus bei RaBauKiDer Siegener Abenteuerspielplatz des RaBauKi e. V. öffnet seine Tore seit fast fünf Jahren etwa vierzehntägig für Kinder ab 6 Jahren. Sein Teil des Geländes, das auf dem Erfahrungsfeld SCHÖNUNDGUT auf dem Fischbacherberg beheimatet ist, wurde in dieser Zeit immer mal wieder Opfer von Vandalismus. Mal wurde eine Hütte abgerissen und verbrannt, mal wurden die Sitzmöglichkeiten der Feuerstelle in einem nächtlichen Feuer verbrannt, doch was in der Woche vor Ostern die Ehrenamtlichen des RaBauKi e. V. feststellen mussten, gleicht einer unkontrollierten und völlig enthemmten Zerstörungswut.

 

Innerhalb einer Woche wurden drei Strafanzeigen wegen Sachbeschädigungen gegen Unbekannt gestellt. Eskalierende Krönung fand die derzeitige Vandalismusreihe in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag, als zahlreiche Installationen und Aufbauten verbrannt worden sind. Zum Schutz gegen Vandalismus in den Boden eingelassene Holzbänke an der Feuerstelle wurden nicht erst aus dem Boden gerissen und aufs Feuer geworfen, sondern an Ort und Stelle verbrannt. Auch die mit Kindern gebaute „Reittiere“ aus Holz und Autoreifen wurden Opfer der Flammen. Außerdem wurden selbstgebaute Minigolfbahnen aus Paletten, die im letzten Sommer bei einem Spielebauprojekt mit Kindern entstanden sind, auf dem Feuer vernichtet. „Selbst ein großer bepflanzter Blumenkübel aus Plastik, ein Wasserkanister von der, bereits in den vorherigen Nächten zerstörten, Malstation, sowie ein großer fußbetriebener alter Schleifstein wurden von den Tätern verbrannt“, so Frank Moschner, der seit über 16 Jahren beim Verein tätig ist und nach einem solchen Zerstörungswahn augenblicklich um Besonnenheit ringt.

 

Während der materielle Schaden schwierig einzuschätzen ist, da ein Großteil des verbrannten Materials Spenden waren, wurden innerhalb kürzester Zeit die Ergebnisse von über 150 ehrenamtlichen Arbeitsstunden zu Nichte gemacht. Wieviel Zeit und Arbeitskraft die Aufräumarbeiten und der Wiederaufbau benötigen, ist noch nicht einzuschätzen. Eine Versicherung, die für das zugrunde liegende Ehrenamt wie bei allen Vereinen aufkäme, gibt es nicht. Bislang hat sich das RaBauKi-Team auch bewusst gegen einen hohen Stahlmattenzaun entschieden, der den Abenteuerspielplatz umfrieden würde.

 

„Wie wir mit solchen Vandalismusvorfällen zukünftig umgehen und diese möglichst verhindern, werden wir in Gesprächen mit der Hoppmann Stiftung, Pächterin des Erfahrungsfeldes, und der Stadt thematisieren. Aber auch dies braucht wieder Kraft und Zeit, die der RaBauKi e. V. lieber in die pädagogische Arbeit mit den Kindern des RaBauKi-Abenteuerplatzes investieren möchte", so Simone Knorre vom Vereinsvorstand.

RaBauKi startet mit der Planung des Sommerprojekts 2019

Start der Planung zum RaBauKi - Sommer 2019Sommerprojekts 2019 – Anmeldung ab jetzt möglich.

 

Auch in diesem Jahr wird der RaBauKi e. V., der Siegener Verein zur Förderung betreuter Abenteuerspielplätze, wieder ein Sommerprojekt in den Ferien durchführen und zwar vom 29.07.-16.08.2019. Am vergangenen Dienstag hat das diesjährige Team, bestehend aus Pädagoginnen und Pädagogen verschiedener Fachrichtungen und Studierenden des Lehramts und der Sozialen Arbeit, die Vorbereitung des Projekts aufgenommen. „Der Beginn der Planungsphase ist jedes Jahr wieder eine aufregende Zeit für den Verein, denn neben der Vorbereitung des Projekts werden auch neue Teamer und Teamerinnen in die Abläufe eingearbeitet und pädagogisch geschult.“, so Jessica Schmitt, die im 3. Jahr am Abenteuerspielplatz im Sommer teilnimmt.

 

„Die organisatorische und pädagogische Vorbereitung in einem gleichberechtigt arbeitenden Team aus mehr als 30 Leuten ist herausfordernd und spannend zugleich.“, freut sich Luisa Wagner, die im letzten Jahr als Helferin eingestiegen ist und nun auch an Planungen und der Vorbereitung des Projektes teilnimmt.

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Die nächsten RaBauKi-Termine

22. Juni 2019, 11:00-17:00
RaBauKi-Wochenendöffnungszeit

23. Juni 2019, 11:00-17:00
RaBauKi-Wochenendöffnungszeit

06. Juli 2019, 11:00-17:00
RaBauKi-Wochenendöffnungszeit

07. Juli 2019, 11:00-17:00
RaBauKi-Wochenendöffnungszeit

RaBauKi Sommerprojekt 2019....

29.07.2019 - 10:00 Uhr

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